Knicklichter Leuchtstab Leuchtarmbänder Leuchtartikel
Knicklichter enthalten zwei verschiedene Flüssigkeiten: Wasserstoffperoxid (H2O2) befindet sich in einem Glasröhrchen und ist dadurch von einem Oxalsäureester getrennt. Um das Knicklicht zum Leuchten zu bringen muss man es knicken, dabei vermischen sich die beiden Flüssigkeiten und es läuft eine chemische Reaktion ab. In Folge dessen werden sogenannte Photonen (Lichtteilchen) abgegeben, die für die Beleuchtung der Umgebung sorgen. Die Farben kommen dabei durch verschiedene Farbstoffe zustande. Je nach Temperatur und Größe des Knicklichtes leuchtet es von wenigen Minuten bis zu mehreren Tagen.
Prof. Geyer zeigt in Versuchen die Leuchtkraft von Knicklichtern und erklärt die Chemie dahinter.
Oft angelt man bei Dunkelheit, dann können Angelknicklichter eine große Hilfe sein, zum Beispiel als optischer Bissanzeiger. Viele Posen können mit einem Knicklicht ausgestattet werden, oder Sie befestigen es direkt an der Spitze der Angelrute.
Der Inhalt der Knicklichter besteht aus Chemikalien, deshalb sollten Knicklichter von Kindern nur unter Aufsicht verwendet und nicht in den Mund genommen werden. Im Jahr 2008 gab es allein in Berlin 393 Unfälle von Kleinkindern mit Knicklichtern. Die Kleinkinder nahmen die Knicklichter in den Mund und bissen darauf herum bis die Hülle kaputt ging und die Flüssigkeit im inneren austrat. In vielen Fällen kam es zu Verbrennungen und Reizungen der Mundschleimhaut. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Kinder die Knicklichter nicht in den Mund nehmen und beaufsichtigen Sie die Kinder permanent.
Die Flüssigkeiten im inneren des Knicklichts sind zwar nicht giftig, können aber Hautreizungen verursachen. Wenn die Hülle zerbrochen ist und Flüssigkeit in Kontakt mit der Haut gekommen ist, sollte die Stelle sofort mit viel Wasser abgespült werden. Auch bei einem Kontakt mit den Augen müssen die Augen sofort mit Wasser durchgespült werden um Verletzungen zu verhindern. In schweren Fällen konsultieren Sie bitte einen Arzt oder rufen einen Rettungswagen. Die Flüssigkeiten sind leider auch sehr schwer von der Kleidung zu entfernen, bei normaler Benutzung tritt allerdings keine Flüssigkeit aus.
Knicklichter lassen sich leider nicht wiederverwenden. Der Grund dafür liegt in der Funktionsweise von Knicklichtern: In einem Knicklicht befinden sich zwei Flüssigkeiten, die bei der Vermischung miteinander reagieren. Diese Reaktion kann nicht mehr rückgängig gemacht werden und deshalb kann ein Knicklicht nur einmal verwendet werden. Es gibt aber eine Möglichkeit die Reaktion langsamer ablaufen zu lassen und so die Leuchtzeit zu erhöhen. Dazu wird das Knicklicht einfach in das Gefrierfach gelegt, durch die Kälte verlangsamt sich die Reaktion und das Licht leuchtet deutlich länger. In der Wärme läuft die Reaktion dagegen schneller ab.
Wurde ein Knicklicht aktiviert, kann die Reaktion gestoppt werden indem das Knicklicht in das Gefrierfach oder einen Gefrierschrank gelegt wird. Die Kälte bewirkt, dass die beiden Flüssigkeiten gefrieren und sich deshalb nicht weiter vermischen können. Nachdem Auftauen geht die Reaktion weiter, viele Anwender beklagen aber, dass die Leuchtkraft dann nicht mehr so stark ist wie bei einem frischen Knicklicht.
Knicklichter können problemlos über den Hausmüll entsorgt werden und sind keinesfalls Sondermüll. Die beiden Chemikalien im inneren reagieren nämlich zu einer ungiftigen Salzlösung, die in der Müllverbrennungsanlage einfach verbrannt wird.
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Das fetzt so endlos! Chemie ist so faszinierend! Die vielen verschiedenen Farben, die dabei entstehen können – und das auch noch nur mit Salzlösung, ich kann es gar nicht fassen. Der Mensch kann schon richtig gute Sachen erschaffen – oder machen es die leuchtenden Tiefseefische etwa genauso?